Jerash

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Jerash

 

Jerash (sprich: „Dscherasch“) hieß in der Antike Gerasa. Die ersten menschlichen Spuren in der Gegend stammen von 6500 v.Chr., die Stadt wurde im zweiten Jhd. v.Chr. gegründet.
Die unbewohnte Ruinen-Stadt vermischt griechische und römische, aber auch orientalische Stile.
Seine Blütezeit hatte Gerasa im ersten und zweiten Jhd. n.Chr., nachdem Konsul Pompeius sie 63 v.Chr. eroberte und sie in die Dekapolis integriert wurde.
Damals wohnten bis zu 20.000 Menschen in der Stadt. Aus dieser Zeit stammen ein eindrucksvolles Forum, zwei Theater und eine Pferderennbahn (Hippodrom) mit Zuschauertribüne,
zehn Kirchen, Prachtbrunnen (Nymphäum), eine gepflasterte Nord-Süd-Straße („Cardo“), sowie eine Ost-West-Straße („Decumanus“), Zeustempel und sehr viel mehr. 

Dem römischen Kaiser Hadrian wurde 129 n.Chr. der Hadriansbogen am Eingang in die alte Stadt gewidmet. Im 4. Jhd. wurde Gerasa ein wichtiger Bischofssitz.

614 erlitt Jerash wirtschaftlichen Schaden bei der Invasion der Perser. 636 wurde Gerasa von den Umayyaden erobert, die eine prachtvolle Moschee bauten. Christen und Muslime lebten
schon damals in Frieden miteinander. Ab dem umayyadischen Kalifat und in abbasidischer Herrschaft spezialisierte sich der Handel der Stadt auf Keramik.
Nach dem schweren Erdbeben 747 n.Chr. wurde das Kalifat nach Bagdad verlegt. Langsam verfiel die Stadt und wurde schließlich für mehrere Hundert Jahre unter Wüstensand konserviert.
Jerash hat daher heute eines der weltweit am besten erhaltenen römischen Städte. 

1806 wurde Jerash wieder von einem deutschen Forscher entdeckt und in den vergangen Jahrzehnten gut gepflegt.
Für Groß und Klein sind die verkleideten, antiken Soldaten bei den täglichen Gladiatorenkämpfen und die Dudelsackspieler auf dem Gelände äußerst unterhaltsam.
Zusätzliches Einkommen erzielen die Einwohner von Jerash mit der Landwirtschaft.