Petra

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Petra-Hauptbild


Petra, die Felsenstadt

 

Petra ist eine Stadt, die vor mehr als 2000 Jahren aus rosafarbenen, massiven Felswänden gemeißelt wurde.
Gegründet wurde die Stadt bereits um 600 v.Chr. vom Nomadenstamm der Nabatäer, was sie sesshaft werden ließ. Petra diente als Drehkreuz für Luxusgüter zwischen Indien,
China, Ägypten, Syrien und Europa. Die ersten menschlichen Siedler ließen sich etwa 9.000 v.Chr. im Hochtal von Petra nieder, was sie zu einer der ältesten Siedlungen im
Nahen Osten macht. Nach dem Eingang laufen Sie zuerst durch den einzigen Vordereingang nach Petra, einem rund 2 km langen und 80 m hohen Felskanal (arab.: „siq“).
Für die Wachen der Nabatäer konnte die Stadt von dort oben aus sehr gut kontrolliert werden: Die Seleukiden, der römische Kaiser Pompeius und Herodes der Große versuchten
immer wieder das wohlhabende Petra einzunehmen. Erst 106 n.Chr. fiel Petra unter Kaiser Trajan an das Römische Reich. Während des Byzantinischen Reiches verlor Petra
an Einfluss. Der Grund dafür war, dass die Römer die Handelsrouten verlegt hatten und somit Petra die Einnahmequelle entzogen. 663 wurde Petra zudem nach dem Tod des
Propheten Mohammad von islamischen Arabern erobert, was die letzten Nabatäer zur Flucht veranlasste. 

Anfang des 12. Jhd. errichteten Kreuzritter eine Festung, um ihre Kreuzritterburg einige Kilometer weiter zu schützen, lange hielten sie sich aber nicht in Petra auf.
1812 wurde die Stadt vom Schweizer Johann Ludwig Burckhardt wiederentdeckt.
In den Siq sind Denkmäler eingemeißelt und ein noch genutztes Aquädukt verläuft in ihm. Verbringen Sie hier nicht zu viel Zeit, der Siq ist erst der Eingang zur Stadt, die einst
mindestens 30.000 Einwohner fasste. Am Ende des Siq erblicken Sie das 40m hohe Schatzhaus (engl.: „treasury“, arab.: „al-Chazneh“), das Sie vielleicht aus
Steven Spielbergs „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ kennen. Es ist 30m breit und 43m hoch und war das Grab eine Nabatäerkönigs, der im 1. Jhd. n.Chr. lebte.

 

Petra heute

Es ist faszinierend, wie technisch genial die Tempel, Theater, Säulen, reichen Gräber und ausgeklügelten Wasserleitungen in die Felsen gemeißelt wurden.
Petra ist UNESCO-Welterbe und wurde von Lawrence von Arabien als „herrlichster Ort der Welt“ bezeichnet. Ganz zu Recht wird Petra auch das achte Weltwunder der Antike
genannt.
Der Grund für den Erfolg und das Überleben der Nabatäer über die Jahrhunderte liegt in deren klugem Umgang mit Wasser, also die Führung von den Quellen, das Sammeln
und Nutzen. Jordanien ist schließlich eines der wasserärmsten Länder der Welt. Sie meißelten sich Aquädukte und bauten sich Terrakotta-Rohre, die sie mit Gips verputzten.
Zudem machten sie sich die Speicher von 200 Zisternen zunutze. 

Wenn man ohne Stehenzubleiben vom Eingang bis zum hintersten Punkt der Stadt läuft benötigt man eine Stunde, aber dann hat man noch keines der zahlreichen Gräber,
Inschriften, Säulen, das Theater im römischen Stil und die Tempel gesehen. Die Wohnhäuser der Nabatäer wurden mehrheitlich bei zwei großen Erdbeben zerstört.
Theoretisch kann man fünf Tage in Petra bleiben und immer noch neue, interessante Dinge entdecken. Archäologen sind auch jetzt noch regelmäßig in Petra und machen
neue Funde.

Wer die sportliche Herausforderung nicht scheut, kann auf einen der Aussichtspunkte steigen, für die man mindestens eine Stunde Aufstiegszeit einplanen muss.
Die Aussicht über die schwarze Berglandschaft und Petra belohnt die Mühen. Besonders beliebt ist das Kloster „ad-Deir“, für das man 800 Stufen erklimmen muss.
Ursprünglich als Tempel oder Grab genutzt, wurde es während es Byzantinischen Reiches von Mönchen genutzt.
Noch ein Stückchen höher liegt die Opferstätte, auf der einst Tiere und möglicherweise sogar Menschen geopfert wurde, um die nabatäischen Götter zu besänftigen.
Wer es bis hier hoch auf über 1.030 m geschafft hat, darf einen unglaublich schönen Ausblick auf ganz Petra genießen. Die Landschaft, die man von dort aus sieht, wirkt,
als wäre man auf einem anderen Planeten. Ein alternativer Platz ist der „Umm al-Bijara“-Gipfel, wo Sie sehen können wir luxuriös in der Antike auch auf hohen Bergen
gebadet werden konnte.  

Wer länger in Petra bleiben möchte, oder anstelle der anstrengenden Aufstiege lieber im Tal bleiben möchte, für den gibt es zwei gute Museen in Petra:
Das „Petra Archaeological Museum“ und das „Petra Nabatean Museum“. 

In Petra selbst wohnt nur noch eine Handvoll Beduinen, der Rest wurde mit staatlicher Unterstützung in die nähere Umgebung umgesiedelt. Viele von ihnen verkaufen
im alten Petra verschiedene Andenken, Schmuck oder Handwerkskunst. Angenehmerweise sind die Verkäufer auch in Petra nicht aufdringlich, sondern
herzlich und hilfsbereit. Für Touristen gibt es die Möglichkeit mit Pferdekutschen durch den Siq zu fahren und vom Schatzhaus aus mit dem Kamel bis zu den Bergaufstiegen
zu gelangen. Den Auf- und Abstieg kann man auf Mulis und Eseln wagen. Die jeweiligen Preise können verhandelt werden. An einigen zentralen Punkten in Petra gibt es
sanitäre Anlagen und die Möglichkeit, Snacks und Getränke zu moderaten Preisen zu erhalten.

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