Wüstenschlösser

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Wüstenschlösser Qusair Amra, Qasr Kharana und Azraq 

 

An diesem Tag sehen Sie auf einer Rundfahrt die Wüstenschlösser aus dem 7. und 8. Jh. n.Chr. östlich von Amman. Die Wüstenschlösser sind Relikte
aus frühislamischer Zeit. Sie wurden restauriert und sind heute in sehr gutem Zustand.

Qusair Amra, oder auch Qasr Amra, ist UNESCO-Weltkulturerbe und wurde im frühen 8.Jhd. von Kalifen aus Damaskus gebaut. Im Inneren ist das
Schlösschen mit frühislamischen Wandmalereien (u.a. nackte Frauen und Wein, der heute im Islam verboten ist) verziert.
Das sehr gut erhaltene Lustschloss war Militärfestung und Residenz der Umayyaden-Kalifen. Besonders sehenswert sind die Eingangshalle und das
Bad („hammam“). Von Amman aus fährt man rund eine Stunde zum Schlösschen. 

Qasr Kharana, unweit der saudischen Grenze, hatte einst möglicherweise die Funktion einer Verteidigungsfestung. Das zweigeschossige Schloss mit
Schießscharten statt Fenstern und über 60 Zimmern ist wie das Qusair Amra während der umayyadischen Epoche erbaut worden. Andererseits diente
das rechteckige Schloss mit Innenhof vielleicht auch als Karawanserei, und die kleinen Fenster dienten nur dazu, die Hitze draußen zu halten.
Aufgrund seines guten Zustandes gehört es auf jeden Fall zu den am meisten besichtigten Schlössern in Jordanien. 

Azraq ist eine Oase rund 100 km östlich von Amman, in deren Umgebung Menschen bereits in der Altsteinzeit siedelten.  Das „blaue“ Schloss Azraq
diente als Knotenpunkt zwischen arabischer Halbinsel und Mittelmeer, da es in nächster Nähe keine einzige dauerhafte Süßwasserquelle gibt.
Sogar Wasserbüffel wurden in Azraq gezüchtet. Im Feuchtlandgebiet von Azraq kommen Ornithologen zu dem Vergnügen, Zugvögel auf ihrem Weg
nach Afrika zu beobachten. Die Basaltfestung von Azraq wurde während des Araberaufstandes gegen die Osmanen bekannt, als „Lawrence von Arabien“
(siehe auch Wadi Rum und Aqaba) sie als Militärbasis nutzte.